Darmspiegelung

Vorsorgeuntersuchung

Keine Angst vor der Koloskopie

Morbus Crohn - Chronisch entzündliche Darmerkrankung


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Morbus Crohn ist der Name einer chronischen Darmentzündung. Desweiteren trägt diese Krankheit die Namen: Crohn-Krankheit, narbenbildende Enteritis, Ileitis terminalis, Enteritis terminalis und Enteritis regionalis crohn. Wenn Morbus Crohn weit fortgeschritten ist, kann es sich von der Mundhöhle bis hin zum Anus ausdehnen. Meistens ist nur eine Region zwischen dem Dünndarm und Dickdarm betroffen.

Da es eine chronische Krankheit ist, verläuft sie in zwei, ständig wechselnden, Phasen ab. In der ersten akuten Phase treten die Symtome auf, in der zweiten Phase (Remissionsphase) ist mit vorübergehender Beruhigung zu rechnen. Da jeder Patient anders reagiert, kann man nicht von einem pauschalen Verlauf reden, viele Patienten können aber lange Jahre ohne einen Schub zu haben mit Morbus Chron leben. Entdeckt wird die Erkrankung mit einer Koloskopie und mit Abstrichen, die man aus dem Darm entnimmt, um diese auf Morbus Chron zu untersuchen.

Diese chronisch-entzündliche Darmerkrankung ist nicht zu verwechseln mit der Colitis Ulcerosa, bei der der Dickdarm entzündet ist und die Probleme macht.

Morbus Crohn Symptome

Folgende Symptome können auf auf Morbus Crohn hinweisen:
Durchfall, Darmverschluss, Blut im Stuhl, Blutarmut, Nährstoffmängel (u.a. Zink, Eisen, Eiweiß, Vitamin B12, Vitamin D und Folsäure), Hautveränderungen, krampfartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, ungewollter Gewichtsverlust, Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Fieberschübe, Arthritis.
Diese Symtome müssen allerdings nicht auf Morbus Crohn schließen, sondern können auch andere Ursachen haben, allerdings sollte man dies dringend abklären, denn umso früher Chron erkannt wird, umso besser wird man behandeln können.

Morbus Crohn Ursachen

Bisher konnten die Ursachen und die Entstehung von Morbus Crohn noch nicht geklärt werden. Eine wichtige Rolle spielt sicherlich das Erbgut und auch die Lebensumstände. Auch der Nikotinkonsum ist nicht ohne Bedeutung und steht in Verdacht die Erkrankung zu fördern. Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko an Morbus Crohn zu erkranken. Am häufigsten tritt die Krankheit bei jungen Menschen auf. In den meisten Fällen waren die Patienten zwischen 15 und 35 Jahre alt. Wer an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leidet, bei dem besteht durch die ständige Entzündung des Darms in späteren Jahren auch ein erhöhtes Krebsrisiko, umso wichtiger ist eine regelmäßige Kontrolle und Koloskopie.

Morbus Crohn Therapie

Bei dieser Art der Darmentzündung besteht keine Chance auf vollständige Heilung. Durch spezielle Medikamente können die Symptome gelindert und die Remissionsphasen verlängert werden. Es gilt Komplikationen zu vermeiden und operative Eingriffe so lang wie möglich hinauszuzögern. Während der Therapie ist es wichtig auf eine gesunde und ballaststoffreiche Ernährung zu achten. Bei vielen Patienten wird eine Operation durchgeführt. Sie ist dann notwendig, wenn Abszesse entstehen, starke Blutungen auftreten oder wenn es zu einem Darmverschluss kommt. Durch die individuell zusammengestellte medikamentöse Therapie verspüren viele Patienten den Verlauf der Krankheit als erträglich. Ca. 70% der Patienten sind beschwerdefrei.

Es stehen mittlerweile den Patienten zahlreiche Medikamente zur Verfügung. Wurde früher noch vermehrt Kortison verschrieben, hat man heute die Möglichkeit mit anderen Medikamenten die Nebenwirkungen zu reduzieren. U.a. hat man folgende Medikamente, um eine Therapie einzuleiten:

  • Mesalazin
  • Azatiophrin
  • Infliximab (Remicade)
  • Adalimumab (Humira)

Dies sind nur eine wenige, aber neben Kortison die wichtigsten.

Sollten Sie Betroffener sein, ob direkt oder indirekt, und Sie mehr über dieser Erkrankung erfahren möchten, vielleicht sich mit anderen Patienten austauschen möchten, so empfehlen wir die Deutsche Morbus Chron und Colitis Ulcerosa Vereinigung DCCV e.V., dort finden Sie alle Infos zu dieser Erkrankung, Therapiemöglichkeiten, Ansprechpartner und ein Forum für den Austausch mit anderen Betroffenen.
Link: www.dccv.de