Darmspiegelung

Vorsorgeuntersuchung

Keine Angst vor der Koloskopie

Informationen zur Koloskopie (Darmspiegelung)

Die Untersuchung des Dickdarms, mit einem Endoskop, nennt sich Koloskopie. Das Endoskop besteht aus einer Optik (mit Kamera und Licht) und einem langen, dünnen, flexiblen Schlauch. Es wird auch Koloskop oder Kolonoskop genannt.
Je nach Notwendigkeit können durch das Gerät Instrumente eingeführt werden, um Gewebsproben der Darmschleimhaut zu entnehmen oder es können zum Beispiel Polypen in der gleichen Sitzung entfernt werden.

Keine Angst vor der Koloskopie

Viele Menschen haben Angst vor einer Darmspiegelung, gerade als Mann scheint man damit Schwierigkeiten zu haben, doch häufig ist die Angst vor der Untersuchung unbegründet. Oft kommt es vor, dass man sich vor dieser Untersuchung drücken möchte, da es einem peinlich ist, man sich schämt und es einem unangenehm ist, dabei ist die Koloskopie häufig notwendig und kann sogar Leben retten.

Es ist nicht die Untersuchung vor der man Angst haben muss, die Angst vor einer Krankheit kann man nicht nehmen, aber bei der Koloskopie geht es in erster Linie auch darum Erkrankungen und Veränderungen frühzeitig zu erkennen, um schnellstmöglich zu helfen und Therapien rechtzeitig einleiten zu können.

Vorbereitung auf die Darmspiegelung

Eine konsequente Vorbereitung ist für das Untersuchungsergebnis sehr wichtig. Wenn der Darm nicht gründlich gereinigt ist, wird eine genaue Beurteilung der Schleimhaut unmöglich sein. Je sauberer der Darm, desto besser lässt er sich untersuchen und beurteilen und desto schneller ist die Spiegelung vorbei.
Folgende Maßnahmen sind notwendig, um die Darmuntersuchung fachgerecht durchzuführen:

  • Zum Anfang wird ein aktuelles Blutbild erstellt.
  • Eine Woche vor der Untersuchung sollten (nach Absprache mit dem behandelnden Arzt) Medikamente wie ASS, Plavix, Iscover, Marcumar und Ticlopidin abgesetzt werden.
  • 5 Tage vor der Untersuchung: Es sollte keine kernhaltige Nahrung (wie z.B. Kiwi, Tomaten, Zucchini, Gurken, Körnerbrötchen etc.) aufgenommen werden. Ebenfalls muss auf ballaststoffreiche Kost verzichtet werden. Beispielsweise Müsli oder Vollkornbrot ist schwer verdaulich und kann den Erfolg der Darmreinigung erheblich beeinträchtigen.
  • 2 Tage vor der Untersuchung: Ab jetzt wird nur noch leichte und gut verdauliche Nahrung empfohlen. Zum Beispiel: Geflügel, Kalbfleisch, mageres Rindfleisch und Reis. Auf diese Lebensmittel gilt es unbedingt zu verzichten: Obst, Gemüse, fettes Fleisch, Milchprodukte, Zucker, Kohl, Zwiebeln, Schwarzbrot, Hülsenfrüchte und Eierspeisen.
  • Der Tag vor der Untersuchung: Heute gibt es nur noch klare, flüssige Getränke oder Suppen ohne Einlagen. Um den Darm zu reinigen muss ein spezielles Abführmittel eingenommen werden. (z.B. Klean Prep, Moviprep, Endofalk etc.) An dem Tag vor der Untersuchung müssen hiervon meist 3 Liter getrunken werden und am Folgetag, an dem die Untersuchung statt findet, wird nocheinmal 1 Liter des Abführmittels getrunken. Wichtig ist, dass Sie an diesem Tag nüchtern sind.

Ablauf der Untersuchung

Bevor es losgeht bekommt man eine Art "Jogginghose", die hinten eine Öffnung besitzt. Auf Wunsch bekommt der Patient ein Beruhigungsmittel verabreicht.

Dann führt der Weg mit der Liege in den Endoskop-Saal. Der Patient legt sich nun mit angewinkelten Beinen auf die Seite. Sobald der Patient ruhig ist oder schläft, führt der Arzt das Endoskop durch den After ein. Vom Mastdarm aus wird es weiter in den Dickdarm vorgeschoben, bis hin zum ersten Abschnitt des Dünndarms. Während dieses Vorgangs wird Luft in den Darm gepumpt, damit er sich gut entfalten und der Arzt ihn besser untersuchen kann.

Über eine kleine Kamera an der Optik werden Bilder an einen externen Monitor übertragen, über den der Darm und eventuelle Veränderungen beurteilt werden können. Sollten sich Polypen im Darm empfinden, so kann der Arzt eine Biopsie (www.biopsie.org) vornehmen, er kann Polypen entfernen und/oder Gewebeproben mit einer Schlinge entnehmen, um diese später auf Krankheiten hin zu untersuchen. Die Dauer des Eingriffs beläuft sich im Normalfall auf ca. 20-30 Minuten. Falls das Beruhigungsmittel zum Einsatz gebracht wurde, wird der Patient, bis zum Aufwachen, in einem Aufwach- oder Ruheraum unter Beobachtung gestellt. Mit dem Beruhigungsmittel darf kein Auto und kein Maschine bedient werden. Die Ernährung kann noch am selben Tag, wie gewohnt, wieder aufgenommen werden.





Dieser Ablauf wird meist in einem Krankenhaus so stattfinden, in Praxen bei niedergelassenen Ärzten wird der Ablauf möglicherweise ein anderer sein, zum Beispiel wird es keine Hose sein, die man anziehen muss, sondern eine Art Nachthemd, das nach hinten geöffnet ist. Man betritt selbst den Untersuchungsraum und legt sich dann auf die Liege, wird also nicht hinein gefahren, etc..

Der Arzt wird den Patienten bis ins kleinste Detail aufklären, wichtig ist Vertrauen schaffen und haben, eine Koloskopie kann Leben retten!