Darmspiegelung

Vorsorgeuntersuchung

Keine Angst vor der Koloskopie

Darmreinigung und Darmspülung

Zur Darmreinigung und -spülung gibt es verschiedene Abführmittel mit verschiedenen Einnahmemöglichkeiten. Das Abführmittel kann als Lösung angerührt und getrunken werden oder es wird über eine Magensonde eingeführt, was aber nur in seltenen Fällen angewendet wird. Ist der Patient gesund und kann das Mittel eigenständig einnehmen, wird auf eine Magensonde verzichtet. Abführmittel, die Sie zu Hause einnehmen, die gibt es in zwei Varianten.
Entweder bekommen Sie eine Lösung, die Sie mit Wasser verdünnen (wie z.B. Fleet phospho Soda) oder Sie bekommen das Abführmittel in Pulverform und stellen daraus eine Lösung her (z.B. Moviprep, Klean Prep, Endofalk uvm.).
Die Lösungen werden oral eingenommen. In den meisten Fällen kann der Geschmack frei gewählt werden. Moviprep gibt es mit Orangen- und Zitronengeschmack. Endofalk mit Tropicgeschmack, Mucofalk mit Apfel- und Orangegeschmack und noch mehr. Allerdings ist hierbei zu erwähnen, dass trotz dieser sich lecker anhörenden Geschmacksrichtungen, die Mittel zum Abführen alles andere als lecker sind, demnach auch nicht angenehm sind zu trinken.

Tipps zum Abführen

Um das Abführen etwas zu erleichtern sollten Sie sich einige Tipps zu Herzen nehmen:

  • Wenn die Abführlösung gut gekühlt ist, kommt der Geschmack nicht so intensiv durch.
  • Das Abführmittel möglichst schnell einnehmen, dann hat man es schneller hinter sich.
  • Um den Geschmack zu verbessern, kann die Lösung mit klaren Säften oder Tee verdünnt werden.
  • Einige Tage vorher schon beginnen, nur leichte Kost zu essen, dann wird der Darm schneller gereinigt.

Darmspülung

Eine andere Möglichkeit, um den Darm vollständig zu reinigen, ist die Darmspülung.
Einen Tag vorher muss eine spezielle Lösung, zur Vorbereitung des Darms, eingenommen werden. Bei der Darmspülung wird ein Gerät mit zwei Schläuchen verwendet. Durch den ersten Schlauch wird temperiertes Wasser in den Dickdarm geleitet und über den zweiten Schlauch wird das verunreinigte Wasser abgeleitet. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis aus dem zweiten Schlauch nur noch klare Flüssigkeit kommt und der Darminhalt komplett herausgespült wurde. Durchschnittlich dauert eine solche Darmspülung ungefähr 30 Minuten.

So unangenehm eine Darmspiegelung auch klingen mag, die wirkliche Herausforderung dieser Untersuchung ist die Vorbereitung auf die Koloskopie. Es kann Überwindung kosten das "Getränk" zum Abführen zu trinken, doch hat man dies einmal geschafft, dann hat man mehr als die halbe Miete.