Darmspiegelung

Vorsorgeuntersuchung

Keine Angst vor der Koloskopie

Colitis Ulcerosa - Chronisch entzündliche Darmerkrankung


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Colitis Ulcerosa gehört wie der Morbus Chron auch zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Während beim Chron der komplette Verdauungstrakt in Mitleidenschaft gezogen werden kann, breitet sich bei der Colitis die Entzündung in der Regel nur im Dickdarm aus. Hierbei ist es zu unterscheiden, denn bei manchen Patienten (ca. 40%) ist lediglich der Enddarm in ständiger Entzündung, bei anderen spricht man von einer linksseitigen Colitis (ca. 40%), bei der der erste Darmabschnitt entzündet ist. Bei etwa 20% der Patienten ist sogar der komplette Dickdarm mit einer chronischen Entzündung befallen, dies nennt man totale Colitis oder auch Pancolitis.

Es sollen in Deutschland schätzungsweise 100.000 bis 150.000 Menschen mit dieser Darmkrankheit leben, jedes Jahr sollen ca. 3.500 neue hinzu kommen. Meist sind junge Menschen im Alter bis 30 betroffen, seltener bei älteren Menschen.

Die Colitis Ulcerosa tritt meist schubförmig aus, allerdings können Patienten monate-, andere jahrelang beschwerdefrei leben. In einem solchen Fall spricht man von einer Remission. Ein Teil der Patienten hat aber fortlaufend mit Beschwerden zu kämpfen und leben in ständiger Begleitung von folgenden Symptomen:

Colitis Ulcerosa Symptome

Chronischer Durchfall, Stuhl kann nicht gehalten werden, Blut im Stuhl, Schleimiger Stuhlgang, Blutarmut, Nährstoffmängel (u.a. Zink, Eisen, Eiweiß, Vitamin B12, Vitamin D und Folsäure), Hautveränderungen, Bauchschmerzen, Blähungen, Schmerzen im Enddarm Bereich, Appetitlosigkeit, Übelkeit ungewollter Gewichtsverlust, Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, Fieberschübe, erhöhtes Darmkrebsrisiko, Begleiterkankungen wie das Erythema Nodosum und Gelenkentzündungen oder einer Primär sklerosierende Cholangitis.

Das sind einige der bekanntesten Symptome der Colitis, sie können aber auch auf andere Krankheiten hinweisen. Sollten Sie allerdings einige dieser Beschwerden haben, so zögern Sie nicht und besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt und machen Sie einen Termin für eine Koloskopie, denn die kann eine Colitis erkennen, im weiteren Fall mithilfe von Gewebsproben diagnostizieren.

Colitis Ulcerosa Ursachen

Bei den möglichen Ursachen der Colitis sind sich die Experten nicht einig. Zum einen kann die Erkrankung im Erbgut liegen, da sie in manchen Familien vermehrt auftritt. Zum anderen können aber auch Umweltgifte die Krankheit gefördert haben, sicherlich spielt auch die Ernährung eine große Rolle, das Rauchen, Alkohol, Kaffee, eben all die Genussmittel stehen auch in Verdacht zumindest einen Teil dazu beizutragen. Weiter glaubt man, dass Bakterien dafür verantwortlich sein können, vielleicht auch Viren, die die Krankheit ausgelöst haben könnte. Warum die Funktion der Darmschleimhaut nicht mehr funktioniert, warum das Immunsystem sich wehrt und gegen was, diese Ursache ist bis heute unbekannt. Sicherlich spielt auch die Psychosomatik eine Rolle, aber auch hier ist die Schulmedizin nicht immer einer Meinung.

Wie wird Colitis Ulcerosa diagnostiziert

Nun, zum einen hat man die Möglichkeit das Blut im Labor auf Entzündungsparameter zu untersuchen, hierbei ist das CRP (C-reaktives Protein) ein wichtiger Indikator, das allerdings auch auf andere Entzündungen im Körper weisen kann, genau wie auch beim BSG (beschleunigte Blutsenkung). Desweiteren lässt auch eine erhöhte Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) auf eine Colitis schließen, aber auch das allein ist natürlich nicht aussagekräftig.

Sollten einige der oben genannten Symptome zusammen kommen, dann ist eine Darmspiegelung (Koloskopie) ratsam. Mithilfe dieser Untersuchung kann der untersuchende Arzt Etzündungen im Darm erkennen. In der Regel werden dann Biopsien (www.biopsie.org) entnommen und auf die Colitis Ulcerosa hin untersucht. Nicht selten wird auch der Ultraschall angewendet, aber auch moderne Verfahren wie ein CT oder MRT. Die sicherste Methode ist allerdings die Endoskopie.

Sollte eine Colitis Ulcerosa diagnostiziert worden sein, so empefehlen die Ratgeber spätestens ab dem 10. Jahr nach Beginn der Erkankrung jährlich zur Koloskopie zu gehen, da das Risiko an Darmkrebs zu erkranken um ein vielfaches erhöht ist, umso länger die Krankheit aktiv ist und umso gravierender der Verlauf ist.

Therapie der Colitis

Der Verlauf der Colitis Ulcerosa unterscheidet sich bei den Patienten. Während andere lange Remissionsphasen haben, haben andere ständige Beschwerden, die sie im Leben sehr einschränken. Mittlerweile gibt es aber zahlreiche Medikamente, die den Betroffenen zur Verfügung stehen, die da wären:

  • 5-ASA-Präparate, wie z.b. das Mesalazin
  • Immunsupressiva wie z.b. das Azatiophrin
  • TNF-Alpha-Blocker, wie z.b. Infliximab (Remicade)
  • Antibiotika bei schweren Schüben

Auch Kortison kann verabreicht werden, doch die moderne CED-Medizin nimmt immer mehr Abstand davon, um langfristige Nebenwirkungen bei hohen Dosierungen auf Dauer zu minimieren.

Sollte die Entzündung nicht einzudämmen sein und der Verlauf so stark ist, sodass die Symptome nicht mehr medikamentös unter Kontrolle zu bringen sind, muss über eine Entfernung des Dickdarms (Kolektomie) nachgedacht werden. Mit einem künstlichen Darmausgang können die Patienten ein "normales" Leben führen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit aus dem Dünndarm eine Art Tasche (Pouch) zu formen, mit dem es möglich sein soll den Stuhldrang wieder kontrollieren zu können.

An dieser Stelle näher darauf einzugehen, möchten wir nicht, wir möchten Ihnen aber folgenden Link empfehlen.
www.dccv.de
Die Deutsche Morbus Chron und Colitis Ulcerosa Vereinigung ist eine Selbsthilfevereinigung, die über die Colitis Ulcerosa ausführlich informiert, auch zum Thema Kolektomie und der anderen Therapiemöglichkeiten, sowie zur alternativen Medizin. Desweiteren gibt es dort ein Forum, auf dem man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann. Regelmäßig werden Sie auch über Aktuelles auf´m Laufenden gehalten.